Stockum zeigte sich wieder mal von der landwirtschaftlichen Seite. Die Heimatfreunde Stockum/Düren richteten gemeinsam mit den die HLANZ-Freunden ein Fest auf dem Acker am Heuweg aus. Das historische Pflügen mit Oldtimer-Traktoren am Sonntag 30, August, lockte wieder viele Besucher nach Stockum.

Rund 40 Traktoren fanden den Weg in unser Dorf, das Tuckern der Motoren war schon von weitem zu hören, im Gepäck hatten sie rund ein Dutzend historische Pflüge Für viele Besucher war es eine Reise in die Vergangenheit und für die Kinder war es Tag ohne Computerspiele und Handy. Sie genossen eine Rundfahrtfahrt mit einem LANZ-Bulldog und bauten auf dem Acker eine Burg aus Lehmklumpen und Steinen und sie staunten über die zahlreichen Traktoren mit den großen Rädern.

Die Erwachsenen fühlten sich in ihre Kindheit zurückversetzt. Für sie stand die Technik und das gesellige Beisammen sein im Vordergrund, und sie bewunderten die alten Schätzchen, die von ihren Besitzer liebevoll gehegt und gepflegt werden. Diese begehrten Sammlerstücke müssen oftmals auch repariert und wieder instandgesetzt werden, bevor sie wieder eingesetzt und voller Stolz präsentiert werden.

Die Veranstaltung zeigte auch auf, dass die Landwirtschaft rund um Stockum noch nicht der Vergangenheit angehört. Wer sich zurzeit auf den Feldern umschaut, bemerkt zahlreiche Äcker, die noch bestellt und abgeerntet werden. Der moderne Ackerbau ist in vollem Gange und keinesfalls Geschichte. Es gibt immer noch Landwirte, die die Äcker bewirtschaften und somit die Verbindung zur Natur und Geschichte erhalten.

Die zahlreichen Besucher genossen das Kuchenbüffet, alles gespendet und selbstgebacken, es blieb kein Stück mehr übrig. 145 Würstchen fanden ihre Abnehmer und am Waffelstand der Trekerfreunde bildete sich eine Schlange.
Landwirt Phillip Ruck erläuterte am Ende der Veranstaltung die Bedeutung und Entwicklung der Landwirtschaft sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ackerflächen. Er betonte, dass die Landwirtschaft um Stockum noch lebendig ist. Auf den Feldern sind noch immer je Menge landwirtschaftliche Arbeiten im Gange, was die fortbestehende Bedeutung und Vielfalt der landwirtschaftlichen Praxis zeigt.
Die Veranstaltung zeigte auch, dass die Landwirtschaft rund um Stockum noch nicht der Vergangenheit angehört. Wer sich zurzeit auf den Feldern umschaut, bemerkt zahlreiche Felder, die noch bestellt und abgeerntet werden. Der moderne Ackerbau ist in vollem Gange und keinesfalls Geschichte. Es gibt immer noch Landwirte, die die Äcker bewirtschaften und somit die Verbindung zur Natur und Geschichte erhalten.

Die Heimatfreunde und die HLANZ-Freunde bedanken sich bei allen, die Mitgeholfen haben und so zum Erfolg des Festes beitrugen. Durch fest, wie das Schaupflügen oder den Dreschtag im nächsten Jahr, der Dreschtag im nächsten Jahr wird die landwirtschaftliche Tradition in Stockum lebendig gehalten.
Der ehemalige Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert war zu Gast bei den Heimatfreunden Stockum/Düren am Montag, 8. Juni 2026. Er folgte einer Einladung von Bernd Wittke, der auch die Moderation übernahm. Der brillante Redner gehörte 37 Jahre dem Deutschen Bundestag an und zog mit seinem Vortrag „Deutschland – Herausforderungen und Perspektiven“ die rund 60 Zuhörer in den Bann.

Sein Vortrag umfasste ein breites Themenspektrum, von dem unerschöpflichen Bereich der Demokratie bis hin zur Digitalisierung. Er betonte dabei die Bedeutung der Charta von Paris für ein neues Europa, die nach dem Mauerfall 1989 das politische Fundament bildete. Zudem sprach er die Notwendigkeit an, die Sicherheit des Landes neu zu organisieren, angesichts der Auflösung der DDR und der Sowjetunion, des Ukraine-Kriegs sowie der Entwicklungen in den USA. Er machte deutlich, dass kein europäisches Land sich mit eigenen Mitteln erfolgreich verteidigen könne, und sprach von großen Herausforderungen für Europa und Deutschland.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem globalen Problem des Klimawandels, den heute niemand mehr bestreitet. Lammert betonte, dass dieses Problem nicht nur Deutschland betrifft, sondern eine weltweite Herausforderung darstellt. Außerdem gingen seine Ausführungen auf die Sozialversicherungssysteme, den demografischen Wandel und die Renten- und Pflegeversicherung ein, die alle Korrekturen benötigen. Er appellierte daran, dass wir alle unseren Beitrag leisten müssten und bereit für Veränderungen sein sollten, um die Stabilität unseres Landes zu sichern.
Bei der anschließenden Fragerunde kam u. a. auch ein AfD-Verbotsverfahren zur Sprache. Lammert trug sehr präzise die damit verbundenen Risiken sowohl im Falle eines Scheiterns als auch im Falle eines Erfolgs vor. Er erläuterte, dass im Erfolgsfall von jetzt auf gleich die demokratischen Vertreter ihr Mandat verlieren würden und deren Wähler sich um ihre Stimme betrogen fühlen könnten. Das Verhindern von AfD-Macht sieht er allein in der Hand der Wähler.
Mit seine Sprachgewandtheit und Humor beendete Norbert Lammert seinen Vortrag mit dem Satz: „Ich hatte mal ein wichtiges Amt: ‚Botschafter des deutschen Bieres‘.“ Als Wertschätzung für seine Teilnahme bedankten sich die Heimatfreunde mit Schokolade und zwei besonderen Bierflaschen, die sie ihm im Vereinsbeutel überreichten.
Insgesamt zeigte dieser Vortrag von Prof. Dr. Norbert Lammert, wie komplex und gleichzeitig dynamisch die Herausforderungen für Deutschland sind und wie wichtig es ist, gemeinsam und verantwortungsbewusst an Lösungen zu arbeiten.
Karoline Robbert
Fotos: Karl-Heinz Thomas
„Sauberes Stockum“, lautete das Motto einer Müllsammelaktion am Sonntag, 7. Juni 2026, der Heimatfreunde Stockum/Düren. Mit so einem großen Andrang haben die Heimatfreunde gar nicht gerechnet, denn rund 50 Stockumer, Erwachsene, Kinder und der Hund Mali waren gekommen, um für ein sauberes Umfeld zu sorgen. Auch der Bürgermeister Dirk Leistner ließ es sich nicht nehmen, diese Säuberungsaktion zu unterstützen und sammelte wie auch Ratsfrau Tanja Knopp fleißig mit.

Verantwortung für die Umwelt und somit für auch für die Gesunderhaltung für Mensch und Tier übernahmen die Teilnehmer dieser Müllsammelaktion. Mit dabei waren auch Kinder der Grundschule und des Kindergartens, wie Svea, Thilo, Elias, Emilia, Frida und Anna. Die Älteste ist 90 Jahre alt und die Jüngste fünf. Dabei geht es neben einer sauberen und gesunden Umwelt auch darum die Gemeinschaft und den Zusammenhalt zu stärken: „Wir für Witten und wir für Stockum und Düren.“
Bürgermeister Dirk Leistner und der Vorsitzende des Heimatvereins Cristian Schuh möchten ganz bewusst ein gemeinsames Verantwortungsgefühl vermitteln und Verständnis für die Umwelt schaffen. Ausgestattet wurden die Teilnehmer mit gelben und orangefarbenen Warnwesten von der der Stadt Witten sowie mit Greifzangen, Handschuhen, Eimern und Müllsäcke. Natürlich fielen, die in sieben Gruppen aufgeteilten Teams, im Ort sofort auf. Denn sie durchkämmten verschiedene Straßenabschnitte, die Hörder Straße, vom Stockumer Bruch bis zum Friedhof und vom Steinberg bis zur Dürener Straße.

Dreckecken mit Kippen und achtlos weggeworfener Müll sollten bald der Vergangenheit angehören, wünschen sich die Heimatfreunde Stockum/Düren. Die Teams brauchten nicht lange zu suchen, denn schon vor dem Heimatstübchen wurden sie fündig: Zigarettenkippen, aber auch einige Kaugummis, Kronkorken und ein Knöllchen. Hotspot und besonders auffällig war die Insel mit der Überquerungshilfe an der Ampelanlage: „Wenn die Autos hier halten müssen, fliegen diese gelben Monster aus dem Fenster“, so Tanja Knopp. “Ich habe auch mal geraucht, aber so viele Kippen können es nicht gewesen sein“, so der Vorsitzende Christian Schuh. Einige Anwohner bedankten sich bei den Sammlern für diese Aktion. Ein Zahnarzt meinte, einige Leute finden den Weg zum Mülleimer nicht, obwohl er in der Einfahrt steht.

Der Bürgermeister entdecke ein abgebrochenes Schild im Blumenbeet und informierte sofort seine Behörde. Auch dazu ist so eine Aktion gut, man sieht, was nicht in Ordnung ist und repariert werden kann. Glas und leere Flaschen sind verwertbare Rohstoffe und gehören nicht in die Umwelt. Sie können wiederverwendet werden und schonen so die Umwelt.

Viele Säcke, gelbe und blaue, mit achtlos weggeworfenem Müll kamen zusammen, darunter Plastikverpackungen, Glas-und Pfandflaschen, die nun ordnungsgemäß entsorgt oder dem Kreislauf der Wiederverwertung zugeführt werden.

Doch trotz all dieser Resultate stellten die Sammler fest: „So dreckig ist Stockum auch nicht“ und gaben den Wunsch weiter, dass sich die Bürger nun die „hohe Kunst der Wegwerfens zu Herzen“ nehmen. Die Heimatfreunde und besonders der Bürgermeister bedankten sich bei allen Teilnehmern dieser Aktion und hoffen auf ein gemeinsames Verantwortungsgefühl. Eine Wiederholungsaktion ist angedacht, um das Engagement für den Schutz der Umwelt in Stockum und Düren weiter zu fördern.
Karoline Robbert
Fotos: Karl-Heinz Thomas und Karoline Robbert



