Januar:


Mitte Januar fiel der erste Schnee. Leider nicht genug: Schon nach einem Tag war die weiße Pracht wieder geschmolzen. Ein einsamer Schneemann lebte nicht lange.

Februar:


Abgerissen wurde das Haus in der Himmelohstraße 13. In dieser Lücke wird nun ein neuer Bau entstehen.


Am 7. Februar versank Stockum im Schnee. Es wurde Ski- und Schlitten gefahren. Doch die Autofahrer blieben im Schnee stecken, wie hier im Heuweg.

März:


Sie ist wieder da - die Bank mit dem schönsten Blick auf Stockum. Durch Vandalismus wurde sie zerstört und durch die Heimatfreunde wieder erneuert. Alles aus Omas Küche: alte Waffeleisen, Kuchenformen und ein Getreideröster aus Gusseisen sowie Zinnteller, Löffel und Suppenkellen wurden im März im Schaufenster ausgestellt.

April:


Die Blütenpracht ließ aufgrund der niedrigen Temperaturen ein bisschen aus sich warten. Doch der Frühling zog im April auch in Stockum mit seiner ganzen Pracht ein: Wie hier mit Magnolien und Kirschblüten.

Mai und Juni:


Im Mai kehrte das Leben trotz der Pandemie langsam wieder zurück. Die Heimatfreunde öffneten ihr Heimatstübchen. Im Juni zeigte Bernhard Benjamin im Schaufenster seine Erinnerungen an den Bergbau. Auf einen Bericht hin, der in Witten aktuell erschien, meldete sich Renate Koßmann und brachte noch weitere interessante Bergbau-Sammlerstücke vorbei.

Juli:


Land unter hieß es am 15. Juli: Starkregen hatte für das schlimmste Ruhr-Hochwasser seit den 1960er Jahren gesorgt. Stockum kam glimpflich davon mit voll gelaufenen Kellern und überflutete Straßen. Dramatische Rettungsaktionen gab es an der überfluteten Herbeder Straße und In der Lake. Die DLRG holte Menschen mit Rettungsboten aus den Häusern.


Der Campingplatz Steger in Bommern wurde weggespült, Wohnwagen landeten in der Ruhr. Das Wasserwerk in Bommern stand für 12 Stunden still. Abgerutscht ist ein Hang unterhalb des Schlosses Steinhausen. Schwer getroffen wurde das Gelände der Zeche Theresia. Durch Geröll und Steine wurde die schwere Lok in dem Gebäude weggedrückt. Doch zum Glück kamen in Witten keine Menschen zu Schaden, wie an Ahr und Mosel sowie in Hagen und Altena.

August:


Als wäre Christo hier gewesen: Eingerüstet ist der Helenenturm. Die Sanierung des Wahrzeichens hat begonnen. Und auch das Wärterhaus wird renoviert.

September:


Erst kam die Flut und dann das Feuer. Das Zechenhaus Herberholz im Muttental brannte restlos nieder. Zuvor im Juli wurde das denkmalgeschützte, mindestens 200 Jahre alte, Gebäude durch Hochwasser zerstört.

Oktober:


Die Uni Witten/Herdecke eröffnete am 1. Oktober einen urbanen Neubau aus Holz - ein architektonisch interessantes Gebäude. Im Schaufenster wurde der Tisch gedeckt mit dem guten, alten Porzellan aus Omas Zeiten: Hutschenreuther mit Goldrand.

November:


Geehrt für 25-jährige Zugehörigkeit wurden Gudrun und Erhard Gronau auf der Jahreshauptversammlung. Vorgestellt wurde der neue Kalender für das Jahr 2022: "Im Wandel der Jahreszeiten" mit Fotografien von Barbara Zabka.


Vandalismus im Steinberg: Zerstört wurde eine Bank mit dem bestem Blick auf Stockum und Langendreer. Zudem wurden etliche Bäume mit Farbe besprüht.

Dezember:

 
Kleine Landhäuschen und Burgen - Modelle von Lilliput Lane aus England und Schottland - schmückten das Schaufenster.


Zur Weihnachtszeit drehte wieder eine Modelleisenbahn im Schaufenster ihre Runden. Und auch ein neuer Einblick - Nr. 13 - wurde aufgelegt. Diesmal geht es um die "Villa Stochem" - die Geschichte unseres Dorfes.

Fazit: Es war ein ungewöhnliches Jahr mit vielen Entbehrungen. Zeitweise stand das Vereinsleben aufgrund der Pandemie ganz still und es konnten leider keine Ausflüge angeboten werden. Doch wir machten so gut es geht weiter und hoffen auf 2022. Zudem freuen wir uns auf unser neues Domizil in der ehemaligen Buchhandlung Gronau und wünschen uns viele Besucher.