Stürmisch begann der Januar:


Friederike tobte über dem Ruhrgebiet. Stockum kam glimpflich davon. Es wurden keine nennenswerten Schäden gemeldet. In Stockum wurde eine Person durch ein umherfliegendes Metallteil leicht verletzt. Bäume knickten ab; Mülltonnen flogen umher. Die Feuerwehr rückte im gesamten Stadtgebiet 190 Mal aus. Der gesamte Zug- und Busverkehr wurde eingestellt. Am Katteloh erwischte es einen Strommast und im Dorney versperrte ein Baum die Straße. - Edmund Oldenburg stellte sein neues Buch vor: „Kriegskind Edmund“ erzählt. Auch Stockum kommt darin vor.

Der Karnevalsumzug wurde abgesagt. Die Schulleitung gab bekannt: Es wird keinen Karnevalsumzug in Stockum mehr geben. Begründung: Der Sicherheitsaufwand sei zu groß geworden. Außerdem sei die Macherin des Kinderzuges der letzten Jahre in Rente gegangen. Doch eine interne Kinderparty mit Verkleidung soll wieder in der Schule stattfinden.

10 Jahre bereits gibt es das „KUKloch“ – eine Veranstaltung zum Thema „Kirche und Kunst“ der Kath. Kirchengemeinde Max. Kolbe. Sie wird nicht nur von den Stockumer gut angenommen.

Der Ausbau der Stockumer Straße soll nun endlich beginnen. Autofahrer, Radler und Fußgänger können sich auf eine bessere Verkehrssituation freuen. Es wird einen Radweg, einen Gehweg und eine barrierefreie Haltestelle in Höhe des Vöckenbergs geben. Die erfreuliche Nachricht ist, die Erschließungskosten werden nicht auf die Anlieger umgelegt.

Im Februar ging es um Napoleon und die größte Entdeckung Wittens


Links zu sehen ist Dr. Dirk Ziesing: „Mit Gott für König und Vaterland“, hieß es in seinem Vortrag. Doch was haben Stockum und Düren und die Schlacht bei Waterloo gemeinsam. Die Heimatfreunde luden zu einer Abendveranstaltung zu diesem Thema am Mittwoch, 14. Februar, in die Sportlerklause ein. Dr. Ziesing dokumentierte anschaulich anhand einer Präsentation die folgenreichste Schlacht des 19. Jahrhunderts, wo englische und preußische Truppen Napoleon Bonaparte entscheidend schlugen und die Herrschaft Napoleons in Europa spektakulär zu Ende ging. Etwa 30 Besucher folgten seinen reich bebilderten Ausführungen. - Rechts sehen wir die größte Entdeckung Wittens. Sie wurde auf dem Gelände Drei Könige gemacht. Gewerbe soll hier angesiedelt werden. Entdeckt wurde ein neues Bodendenkmal der frühindustriellen Geschichte Wittens: Gefunden wurden Reste der Steinhauser und der Bessemer Hütte aus dem 19. Jahrhundert, die Eisen und Stahl verarbeiteten. Im Rathaus steht die Entscheidung noch aus, ob ein Teilbereich mittels eines Archäologiefensters erhalten werden soll.

Kahlschlag und Grippewelle gab es im März:


Kahlschlag in der Pferdebachstraße (links). Es wurden 270 Bäume gefällt. Dies sind Vorbereitungen für die Großbaustelle zur Sanierung der Straße. Wenn die Strecke 2020 fertig sein wird, ist diese mit Fahrbahn, Fuß- und Radwegen doppelt so breit wie heute. - Auf der Jahreshauptversammlung der Heimatfreunde (rechts) wurden Bärbel und Manfred Piontek für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Die Grippewelle erreichte im März ihren Höhepunkt. Mehr als 720 Kranke wurden im Kreis gezählt. - Der Verdi-Streik wirkte sich auf den Verkehr aus. Busse und Bahnen standen still. Auch die Linien 371 und 373 war davon betroffen.

 
„Foto und Film“ lautete das Thema einer Ausstellung im Schaufenster Heimatfreunde (links). Viele Stockumer und auch Wittener kamen vorbei und brachten ihre Altgeräte. Die meisten wollten ihre Spenden nicht zurückhaben. Da die Exponate aber alle gut erhalten und funktionsfähig waren, gingen sie an das Film- und Fotomuseum in Deidesheim. - Das Osterfeuer des TuS Stockum (rechts) zog rund 500 Besucher an. Am Ostersamstag, 31. März, wurde es auf der Tennisanlage gezündet. Die Tanz-Formation Alegria des Vereins belegte beim Dance-Cup den ersten Platz. Gut angenommen wurden auch die Angebote Bogenschießen und Reha-Sport.

Die Stockumer werden alt: Zwei Altersjubilare gab es im April:


Alle Stockumer kennen Omma Hetti (links). Sie wurde am 4. April 1911 geboren. Mit ihren 107 Jahren ist die älteste Wittenerin. Und Margarete Dietrich (rechts) feierte am 7. April ihren 100. Geburtstag. Sie wohnt zwar nicht mehr im Stockum, sondern im Altenheim auf der Egge. Sie ist die Mutter von Jürgen und Volker Dietrich.


22 Heimatfreunde besuchten das Telefonmuseum in Bochum. Der Ehrenamtler Hans Dahr. Er nahm uns mit auf eine interessante Zeitreise durch die elektrische Datenübermittlung. Die Erfindung des Telefons war eine Sensation. Philipp Reis präsentierte den ersten Fernsprecher am 26. Oktober 1861.

Stockum, wie es singt und lacht, hieß es im Mai:


Nein, es gab keinen Karnevalsumzug, sondern das Maifest wurde gefeiert (links). Am Samstag, 5. Mai, kamen viele Besucher ins Dorf, nach dem Umzug wurde der Maibaum aufgestellt. Fest fand bereits zum 9. Mal statt. - Der Umbau der Stockumer Straße begann Mitte April (rechts). Die Vollsperrung der Stockumer Straße dauerte bis Ende November.

Im Juni läuteten die Alarmglocken:


Es ging wieder mal um die geplante Gewerbefläche (links) zwischen der Autobahn und der Stockumer Straße. Man glaubte die „Kuh sei schon vom Eis“, doch der RVR will den regionalen Grünzug als Gewerbefläche ausweisen. Die SPD informierte die Anwohner am Mittwoch, 6. Juni, in der Sportlerklause. Die Stockumer sorgen sich um Ackerland, das der RVR im Regionalplan als mögliche Fläche für Firmen vorsieht. Die Bürgermeisterin verteidigte das Vorhaben auf der Versammlung. Im Stockum formiert sich Widerstand. Stockumer gehen auf die Barrikaden und sammeln Unterschriften. Dieses Thema wird uns noch lange beschäftigen. - Alte Radios und Telefone im Schaufenster der Heimatfreunde (rechts) erinnerten an frühere Zeiten. Auch die Radios wurden gespendet.


Die traditionelle Exkursion des Heimatvereins in die Südeifel am 12. Juni war ausgebucht und wieder mal ein voller Erfolg. Interessant und beklemmend zugleich war die Führung durch den ehemaligen Regierungsbunker (links) in Neuenahr-Ahrweiler, der zu einer Dokumentationsstätte umfunktioniert wurde. - Weiter ging es danach in die Vulkaneifel nach Mayen – auch das Tor zur Eifel – genannt. Da uns die Zeit wieder mal davonlief, fielen die beiden Führungen leider kürzer aus, als geplant. Eine Gruppe besichtigte die Genovevaburg und die andere wurde durch die Altstadt geführt.

Der Sommermonat Juli machte seinem Namen alle Ehre:


Eine große Hitzewelle (links) zog auch über NRW hinweg. Für manche Menschen waren die hohen Temperaturen eine besondere Belastung. Die Hitze und Trockenheit machte auch den Bauern zu schaffen: Geringere Ernteerträge, zu wenig Futter für die Tiere und Kälber, die zu wenig Milch bekommen. Die Feuerwehr Witten pumpte Frischwasser in den Hammerteich und warnte vor Brandgefahr. Der Ruhrpegel sank und Stadtwerke pumpten deutlich mehr Wasser ins Netz als sonst im Juli. - Doch heiß ging es auch her beim Thema Gewerbegebiet Stockum (rechts), das uns noch lange verfolgen wird. Die Heimatfreunde sendeten eine Eingabe zum Regionalplan Ruhr an den RVR in Essen, mit der Bitte „neben weiteren Gründen auch noch mehrere Aspekte zu beachten und in die Flächenbewertung mit einzubeziehen. Des Weiteren rufen sie mit einem Flugblatt zum Thema „Rettet den Vöckenberg“ zum Widerstand auf.


Auch dies beschäftigte die Stockumer: Die Baustelle in der Himmeloh-/Dürener Straße bereitet den Anwohnern Kopfschmerzen. Die Umleitung wurde nicht verkehrsgerecht ausgeschildert. Die Autofahrer haben Schwierigkeiten den Beschilderungen zu folgen. Außerdem halten sich die meisten Verkehrsteilnehmer nicht an die Durchfahrts-verboten-Schilder und fahren trotz allem durch die Baustelle und über den Acker von Heinrich-Wilhelm Düren zur Hörder Straße. - Auch der Umbau der Pferdebachstraße (rechts) löst bei den Stockumern Beklemmungen aus. Sie müssen große Umwege in Kauf nehmen, da auch die Stockumer Straße noch gesperrt ist.

Im August wurde gespendet:


Das Deutsche Museum für Foto-, Film- und Fernsehtechnik in Deidesheim (links) freute über 22 Exponate, die von Wittenern für die Ausstellung zum Thema Foto und Film dem Heimatverein gespendet wurden. Die Mitarbeiter des Museums (allesamt ehrenamtlich tätig) bedankten sich herzlich für die Spende. - Das Regenrückhaltebecken (links) an der Himmelohstraße (hinter dem Hochhaus) nimmt langsam Gestalt an. Endlich gehen die Baumaßnahmen im diesen Bereich dem Ende entgegen.


Stockum wehrt, ein neuer Verein wurde gegründet. Die Gruppe setzt sich für den Erhalt der schützenswerten Ackerböden der obersten Klasse im regionalen Grünzug Vöckenberg ein. Hier – rot eingezeichnet – kann man das geplante Gebiet gut erkennen. Es wurden bereits Unterschriften gegen das Gewerbegebiet gesammelt. - Ein alter Stockumer – Wilhelm Wellershoff, genannt Poldi – verstarb am 21. August. Hier ein Foto von seiner Glasausstellung im Heimatstübchen.

Im September wurde gedroschen:


Der Dreschtag der Heimatfreunde am 9. September war wieder ein voller Erfolg. Hier sieht man die Fotografin Barbara Zabka auf der alten Gehringhoff Dreschmaschine von 1948 und auf dem zweiten Bild ist sie im Gespräch vertieft.


„Stockum: Die Insel im Grünen“ hieß es am 4. September in der WAZ. Der Stadtteil hat die kleinste Fläche und die wenigsten Bewohner sowie eine gute Autobahnanbindung. In Stockum leben 6302 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 47,3 Jahren. Stockum hat eine Fläche von 5,43 Quadratkilometer. Doch mit der Insel im Grünen könnte es bald ein Ende haben. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt wurde die Regionalplanung vorgestellt. Dabei geht es auch um die geplante Gewerbefläche in Stockum.

 
Die hier dargestellte Aufnahme (links) ist entnommen dem Handlungskonzept Gewerbeflächen der Stadt Witten, aufgestellt durch das Büro für Raumplanung, Städtebau + Architektur Planquadrat Dortmund. Es wird bei der geplanten Umsetzung nicht nur wertvoller Ackerboden für immer vernichtet sondern sofort auch die bisherige Frischluftschneide unterbrochen. Die Auswirkungen betreffen vor allem: Witten-Mitte, Witten-Annen, Witten-Rüdinghausen, Dortmund-Persebeck, Dortmund Kruckel usw. -  Verabschieden mussten wir uns leider von unserem Gründungsmitglied Franz Nelihsen (rechts). Er verstarb am 6. September im Alter von 87 Jahren.

Im Oktober wurde mit dem Bau des Seniorenzentrum begonnen:


Hier kann man jetzt schon etwas sehen. Mit dem Bau des Seniorenzentrums in Stockum am Helfkamp (links) wurde endlich begonnen. Geplant war der Baubeginn bereits vor einem Jahr. Hier entstehen barrierefreie Wohnungen und ein Pflegeheim. -  Das Schaufenster der Heimatfreunde (rechts) wurde neu bestückt, diesmal mit Emaille-Geschirr aus Großmutters Zeiten. Eimer, Kaffeekannen, Nudelsiebe, Trichter, Schüsseln, Schöpfkellen, eine Ölkanne und die Seifenschale sind aus dem Fundus von Jürgen Buchholz.

Im November besuchten die Heimatfreunde den Landtag in Düsseldorf:

49 Heimatfreunde (links) besichtigten den Landtag in Düsseldorf am 14. November. In der Mitte mit dem roten Schal, das ist die Vizepräsidentin Angela Freimuth. Sie lud uns zu einer Fragestunde ein. -  Hedwig Knorn – die älteste Wittenerin - erinnerte an die alten Zeiten beim Heimatnachmittag am 21. November. Der Saal des Gemeindehauses platze aus allen Nähten, Tische und Stühle mussten angebaut werden.

Einige Baustellen blieben uns auch im Dezember erhalten:


Ein Teilstück der Stockumer Straße wurde Anfang Dezember freigegeben, während die Baustelle in der Himmelohstraße noch bis zum Ende des Jahres bestand.


In der Neubauten an der Himmelohstraße (links) ziehen bereits die ersten Bewohner ein. -  Zwei Modelleisenbahnen drehen zur Adventszeit im Schaufenster (rechts) der Heimatfreunde ihre Runden. Die Sommer- und Winterlandschaften begeistern den 10-jährigen Eisenbahnfan Jan Wesch, der schon sehnsüchtig auf die neue Dekoration wartete.

 
Demo gegen das Gewerbegebiet. Die Stockumer Initiative protestiert und sammelte bereits über 2000 Unterschriften. - Doch das Highlight für die Heimatfreunde war die Herausgabe der Vereinszeitschrift „Einblick“, der sich besonders mit dem Stadtteil Düren beschäftigt.

Fazit: Mit einer besinnlichen Weihnachtsfeier gemeinsam mit der evangelischen Frauenhilfe ging auch das Jahr 2018 für die Stockumer wieder mit Beschaulichkeit zu Ende. Doch einige Baustellen bleiben uns auch im Jahr  2019 erhalten.