Januar: Gleich zu Beginn des Jahres regten sich die Stockumer über zwei Umweltskandale auf:


Eine Lkw-Ladung Müll wurde in einem Waldstück am Steinberg abgeladen (li) und noch zwei junge Bäume wurden mutwillig auf dem Bolzplatz oberhalb der Harkortschule abgesägt.


"Tintenherz" hieß das neue Theaterstück, dass der Stockumer Theaterverein aufführte. Die Geschichte orientiert sich am gleichnamigen Jugendbuch von Cornelia Funke.


Vier ausgediente Legemannen und ein Hahn rettete Gudrun Hundertmark und brachte sie in ihrem Stall in Stockum unter. Die Tiere waren in einem erbärmlichen Zustand (li). - Gut besucht war das Grünkohlessen der Heimatfreunde im Restaurant Specht. Predag Filko (Koch und Inhaber) wurde dabei von der gesamten Familie unterstützt.

Februar:


Verurteilt wurde die Pfarrhausbande, die auch ins Pfarrhaus des Maximilian-Kolbe-Zentrums eingebrochen war. Sie müssen für 12 bzw. neun Monate ins Gefängnis. - Edekakunden müssen die Parkscheibe auslegen, sonst gibt es Knöllchen.


Großes Interesse finden die Rätsel in der WAZ: Gesucht wurden das Fördermaschinenhaus der Zeche Wallfisch und die sogenannte Insel im Dorney-Wäldchen. Viele Leser aus Stockum wussten die richtige Antwort.


Für die Buchhandlung Gronau war es das letzte Kapitel. Sie schloss am 29. Februar.

März:


Auch die Sportlerklause musste schließen, viele Stammgäste werden diesen Treffpunkt vermissen. - Das Schaufenster der Heimatfreunde zeigte Kutschgeschirr für Zugpferde. Alle Leihgaben stammten vom Hof Heinrich-Wilhelm Düren.

April:


Das Corona-Virus bremste die ganze Welt aus. Auch die Heimatfreunde sagten alle Veranstaltungen ab, darunter auch die Jahreshauptversammlung und das Stockumer Maifest. - Trotz der Pandemie zogen die ersten Bewohner in das neue Seniorenhaus am Helfkamp ein.


Die Alltagsmasken wurden zu einem ständigen Begleiter: In ganz Deutschland gilt Abstandhalten und Maskenpflicht ím Nahverkehr und beim Einkaufen. - Die Anwohner des Pflugweges ärgern sich über ein kleines Stück Schotterweg und verklagen die Stadt Witten. Das Wegestück sei eine Gefahr für ältere Menschen und der Kanal sei ständig verstopft.

Mai:

 
Antikes vom Bauerhof Düren wurde im Schaufenster der Heimatfreunde präsentiert: eine Wurstfüllmaschine, eine Holzmolle und ein Butterfass. - Die Heimatfreunde trauern um ihr Vorstandsmitglied Willi Kellerhoff, er verstarb am 14. Mai.

 
Eine neue Straße erinnert an den Schraerhof. Der Vorschlag kam von den Heimatfreunden. Die Straße führt von der Himmelohstraße direkt an dem Hof vorbei.

Juni:


Die Stockumer Sparkasse hat ab Juni nur noch morgens von 9 bis 12 Uhr geöffnet. - Mit Maske und Abstand öffneten wir das Heimatstübchen Ende Juni. Bei schönem Wetter mit Stühlen vor der Tür. Doch schon am 2. November galt in NRW ein totaler Lockdown und wir mussten wieder schließen.


Ein schwerer Unfall ereignete sich am 29. Juni auf der A 44. Der Fahrer eines Lastwagens prallte gegen einen Brückenpfeiler der Überführung an der Hörder Straße. - Das Freibad wurde aufgrund der Corona-Pandemie nicht geöffnet. Luftbildfotograf Hans Blossey zeigte auf, wie das Bad von oben aussah: vor der Pandemie mit sauberem Wasser und nachher mit grünem Wasser.

Juli:


Für alle großen und kleinen Spender gibt es eine gute Nachricht: Der Helenenturm wird saniert. Alle Aktionen haben zum Erfolg geführt.

August:


Das Sturmtief Kirsten sorgte am 27. August, für zehn Feuerwehreinsätze in Witten. Stockum hat es diesmal nicht so hart getroffen.

September:

Eine Überraschung gab es bei den Kommunalwahlen: Sonja Leidemann und Lars König mussten in die Stichwahl.
Am 27. September gab es die Sensation des Jahres: Der CDU-Kandidat Lars König gewann die Stichwahl mit rund
60 Prozent und löste Sonja Leidemann ab.

Oktober:


Fischkutter dockten im Heimatstübchen an. Der Wittener Schiffsmodellbauclub präsentierte seine Modelle. - Die Sperrung auf der A 44 sorgte auch  für Stillstand auf der Hörder Straße. Zwischen dem Kreuz Dortmund/Witten und der Anschlussstelle Annen musste eine Tagesbruch verfüllt werden.


Schlechte Nachrichten für die Stadt Witten: Die Innenstadt stirbt. Kaufhof Galeria schloss am 16. Oktober für immer seine Türen. Seite 1881 stand an dieser Stelle ein Kaufhaus. Es war einst das erste Kaufhaus am Platz.


Die WAZ schrieb am 19. Oktober: Die Preise für das Traumhaus steigen. Das trifft auch für Eigenheime in Stockum zu, wie hier am Rosenthalring. - Verabschieden mussen wir uns leider von unserem stellvertretenden Vorsitzenden Volker Rieber. Er starb am 30. Oktober im Alter von 80 Jahren.

November:

Ein schwerer Unfall ereignete sich am 26. November auf der Hörder Straße in Höhe des Hauses 328. Ein 78-jähriger wurde von einem Lkw erfasst und schwer verletzt. Der Laster überrollte den Arm des Mannes.


Lärm durch Bodenwellen nerven die Anwohner in den Neubauten an der Hörder/Ecke Himmelohstraße. Sie hoffen auf Besserung. - Die Bank der Heimatfreude an der Mühlenstraße/Ecke Am Katteloh wurde aus dem Fundament gerissen. Sie wird repariert und im Frühjahr wieder aufgestellt.


Richtfest feierte die Uni am 5. November. Es entsteht ein Gebäude ganz aus Holz. - Die Stockumer sind nicht überschuldet schrieb die WAZ. Nur 7,98 Prozent der Bewohner im Postleitzahlgebiet 58454 kommen mit ihrem Einkommen nicht aus.

Dezember:


Pünktlich zur Weihnachtszeit wurde das Schaufenster der Heimatfreunde neu dekoriert. Eine kleine Modelleisenbahn dreht ihre Runden durch eine Winterlandschaft. Diese Anlage wurde Sören Grünebaum (rechts) und Oliver Knappe von den Eisenbahnfreunden Witten extra für das Schaufenster der Heimatfreunde angefertigt


Unser Highlight im Dezember war wieder mal der neue Einblick Nr. 12. Diesmal lautete das Hauptthema "Lebensmittelgeschäfte in Stockum". - Und schon wieder gab ein inhabergeführtes Geschäft in Stockum auf. Dirk und Kathrin Arntzen schlossen am 24. Dezember ihr Blumengeschäft.

Fazit: Ein Jahr, das uns ausgebremst hat und alle Aktivitäten zum Stillstand brachte. Wir hoffen, dass wir bald wieder loslegen können und unserer Vereinsleben starten kann.