Hedwig Knorn (geb. Hake), die älteste Wittenerin ist mit 107 Jahren gestorben. Omma Hetti, wie sie liebevoll genannt wurde, lebte seit ihrer Geburt in Stockum und ist ihrem Stadtteil immer treu geblieben. Sie war ein fröhlicher Mensch: "Lachen hält gesund", war ihr Motto. Zwei Weltkriege hat sie erlebt und ihren Mann um 40 Jahre überlebt. Geboren wurde sie am 4. April 1911 an der Provinzialstraße, die heutige Hörder Straße. Sie besuchte die Harkortschule und kam mit 14 Jahren als Hauswirtschafterin und Kindermädchen zum Glasfabrikanten Utermann in die Lehre. 1936 heiratete sie den Bergmann Heinrich. Zwei Jahre später kam Sohn Reinhold auf die Welt. Danach war sie Vollzeithausfrau. Als ihr Mann starb, lebte sie allein in der Wohnung am Stockumer Bruch. Seit etwa 20 Jahren wohnte sie bei ihrem Sohn im Haus, in einer eigenen Wohnung. Noch im November besuchte sie die Heimatfreunde und unterhielt die Gäste beim traidtionellen Heimatnachmittag und hatte viel zu erzählen: "Früher war Stockum ein Bauerndorf und heute ist alles zugebaut." Sie kannte alle alten und neuen Straßen sowie die dazugehörigen Dönekes. Wir werden sie und ihre Erzählungen sehr vermissen. Karoline Robbert