Wie werden die Körner vom Stroh getrennt? Beim traditionellen Dreschtag der Heimatfreunde Stockum/Düren erhielten die Besucher eine Antwort auf diese Frage am Sonntag, 9. September, auf dem Hof Bangert an der Hörder Straße.

Die Attraktion an diesem Tag war eine riesengroße Dreschmaschine und schon die Ankunft der alten Landmaschine (Baujahr 1947) war ein Ereignis. Die großen und kleinen Gäste staunten nicht schlecht, als unter lautem Motorenlärm dann der Dreschvorgang einsetzte. Aber bis es soweit war, hatten viele fleißige Helfer alle Hände voll zu tun. Um diesen Dreschvorgang einleiten zu können, baute Landwirt Heinrich Wilhelm Düren extra auf einem gesonderten Feld Getreide an. Denn das Korn muss, wie damals, am langen Halm bleiben. Eine ganze Wagenladung voll mit Garben wurde nach und nach von zwei Helfern in die alte Geringhoff-Dreschmaschine von oben hineingeworfen.

Und dann wurde es laut, zumal vor der antiken Landmaschine noch ein LANZ Bulldog tuckerte. Der etwa 80 Jahre alte Trecker trieb mit einem Schwungrad über einen Treibriemen die Dreschmaschine an. Die Körner fielen vorn in Jutesäcke, während das Stroh hinten ausgespuckt wurde. Heute erfolgt das Mähen und Dreschen mit modernen Maschinen direkt auf dem Feld in einem Arbeitsgang. Bestaunt wurden auch rund ein Dutzend historische Trecker.

Fotos: Wolfgang Lippert