Die Heimatfreunde Stockum/Düren erinnern mit einer kleinen Ausstellung im Schaufenster an der Hörder Straße 367 daran, dass Stockum auch mal ein Bergbauarbeiterdorf gewesen war. Mehrere Kleinzechen befanden sich in früheren Zeiten in unserem Dorf und auch rund um Stockum wurde das schwarze Gold gefördert. 254 Kleinzechen waren zu Hochzeiten auf dem heutigen Wittener Stadtgebiet amtlich registriert. Der Stockumer Bernhard Benjamin (67) liebt alles, was mit dem Thema Bergbau zu tun hat. Der gelernte Schlosser und Dreher kam als Spätaussiedler nach Witten und hat auf mehreren Zechen gearbeitet. Seine Sammelleidenschaft entflammte auf der Zeche Victoria in Marl, Schacht 6. Daneben singt der gebürtige Oberschlesier im Seemannschor "Ruhrkadetten" und tritt besonders gerne mit seiner alten Orgel auf. Im Schaufenster der Heimatfreunde zeigt er eine Auswahl von Grubenlampen, ein Arschleder, Bergmannsmantel, Grubenhemd, Wäschesack, Grubenhelm, Gehstöcke, Abbauhammer und acht Teller mit Bergmannsmotiven. Eine Knautschmütze mit Schlägel und Eisen und auch die Statue der Heiligen Barbara dürfen natürlich nicht fehlen. Glück auf Foto: Karoline Robbert