Neu dekoriert mit historischen Bügeleisen wurde das Schaufenster der Heimatfreunde Stockum/Düren an der Hörder Straße 367 von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Heimatstübchens. Gezeigt werden Blockeisen, Kohleeisen, Satzeisen, die ersten und späteren  Elektrischen sowie viele alte Schätzchen. Die ersten Bügeleisen – auch Plätteisen oder Glätteisen genannt - sind aus dem 15. Jahrhundert bekannt. Sie bestanden aus einer massiven Metallplatte mit Griff, die auf einer heißen Ofenplatte erhitzt werden musste. Aus dem späten 17. und dem 18. Jahrhundert sind hohle Plätteisen (auch Kasteneisen) erhalten. Von der durch eine Klappe verschlossenen Rückseite her wurde eine im Feuer erhitzte eiserne Platte in den Hohlraum eingeführt, um die Sohle zu erhitzen. Solche Eisen wurden bis ins 19. Jahrhundert hinein benutzt.  Im späten 19. Jahrhundert trat das Kohle-Bügeleisen auf, in dessen vergrößerten Hohlraum glühende Kohlen oder Briketts gefüllt wurden. Bei Wechselgriffbügeleisen – auch als Schneiderbügeleisen bekannt - wurde der Griff des erkalteten Bügeleisens abgenommen und auf ein zweites, auf dem Ofen erwärmtes Eisen eingeklinkt. Karoline Robbert