Eine Weihnachtsbeleuchtung wird es auch in diesem Jahr wieder in Stockum geben. Für adventliche Atmosphäre auf der Hörder Straße sorgen die grünen Weihnachtsmotive. Wie in den Vorjahren sollen etwa 40 Sterne und Tannen an den Straßenlaternen mehr Licht in die dunkle Jahreszeit bringen.


Die Kosten für die Beleuchtung übernimmt der Stockumer Dorfverein, dem viele Stockumer Geschäftsleute, Vereine und Privatpersonen angehören. Die Glühlampen wurden komplett durch neue LED-Birnen ersetzt. Es ist geplant, die Weihnachtsbeleuchtung in den nächsten Jahren mit zusätzlichen Motiven zu ergänzen.

Diese Beleuchtung bleibt bis nach Weihnachten den Stockumern erhalten. Damit die Lichter in den nächsten Jahren auch wieder angehen, bittet der Stockumer Dorfverein um Spenden. „Denn neben der Modernisierung erfordert auch das Auf- und Abhängen sowie die Lagerung der Beleuchtung einen finanziellen Aufwand. Diesen kann der Verein nicht auf Dauer alleine stemmen“, erklärt Wolfgang Lippert.

Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt.
Die Bankverbindung des Stockumer Dorfvereins e. V. lautet:
IBAN DE94 4525 0035 0004 4506 64.

Für alle Freunde des Helenenturms und für alle kleinen und großen Spender gibt es eine gute Nachricht. Der Helenenturm soll im nächsten Jahr saniert werden. Die Arbeitsgemeinschaft der Wittener Heimatvereine richtete zwei Aktionstage aus und sammelte Spenden.

 
Hildegard Priebel und Wolfgang Lippert öffneten die Tür des sonst geschlossenen Wahrzeichen für die Besucher

Unter dem Motto „Für einen Euro auf den Turm“ hielten sie den Aussichtspunkt an zwei Tagen geöffnet. Die Heimatvereine stellten sich vor und boten Kaffee und Kuchen an. Diese Aktionen haben sich gelohnt, und die Besucher spendeten großzügig, denn sie möchten, dass der Turm renoviert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Es kamen 2.718 Euro zusammen, die nun gemeinsam mit dem Fördergeld des Landes NRW für die Sanierung vorgesehen sind. Auch die Volksbank sammelte auf ihrem Portal „Heimathelden“ für die Renovierung des Turmes: 2.055 Euro sind bis Anfang November 2020 zusammengekommen.

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach übergab den bewilligten Förderbescheid des Landes NRW über 185.000 Euro am Montag, 27. Juli 2020, persönlich an die Stadt Witten. Mit dieser Förderung und einer großzügigen Spende der Sparkasse Witten in Höhe von 50.000 Euro sowie Eigenmitteln der Stadt soll die Herrichtung und Inszenierung des Turms realisiert werden. Darüber hinaus ist jedoch weitere Unterstützung notwendig, die die Wittener Heimatvereine gerne verwirklichen möchten. Denn es gibt viel zu tun an dem 30 Meter hohen Turm mit Zinnenkranz, der an einen mittelalterlichen Bergfried erinnert: Der Putz bröckelt von den mit Graffiti beschmierten Wänden, die Fenster und das Geländer müssen aufgearbeitet werden. Das Mauerwerk muss neu verfugt, das Dach abgedichtet werden. Bis alles für die Besucher begehbar ist, wird es noch einige Zeit dauern. Nach Beendigung der Bauarbeiten sollen auf der Aussichtsplattform Schilder angebracht werden, die das Panorama näher erklären. Außerdem soll mit interaktiven Informationen an die Geschichte des Helenenturms erinnert werden.


Zu dem 30 Meter hohen Turmbau kam es im Jahr 1858 nach einem Streit über verbriefte Fährentgelte über die Ruhr von Witten nach Bommern. Der Fabrikant Johann-Friedrich Lohmann klagte auf Anerkennung seiner Rechte durch die verschiedenen Instanzen bis zum Gericht in Berlin. Vertreten wurde er dort von seinem Schwiegersohn Eduard Strohn. Dessen Ehefrau Helene Strohn, geb. Lohmann, starb noch während des Prozesses bei der Geburt ihres achten Kindes. Lohmann gewann den Prozess und er bekam den strittigen Geldbetrag ausgezahlt, der sich auf einem Sonderkonto angesammelt hatte. Justizrat Eduard Strohn verzichtete auf sein Honorar und erbaute von diesem Geld zu Ehren seiner Frau Helene dieses Privatdenkmal. „So ist dieser grandiose Aussichtspunkt auch eine steingewordene Liebeserklärung“, meint Stadtführerin Hildegard Priebel, „sozusagen das Taj Mahal von Witten.“

Zur Neueröffnung und Einweihung des renovierten Denkmals ist ein Heimattag am Helenenturm geplant, dazu wird die Arbeitsgemeinschaft der Wittener Heimatvereine einladen. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich zusammen aus dem Bürger- und Heimatverein Heven, dem Geschichtsverein Annen, dem Heimatund Geschichtsverein Bommern, den Heimatfreunden Stockum/Düren, dem Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark und dem Förderverein Westfälisches Industriemuseum Zeche Nachtigall.

Vom Helenenturm hat man den schönsten Blick auf Witten


Die Wittener Heimatvereine bitten um Ihre Unterstützung:
Bankverbindung: Heimatfreunde Stockum/Düren e. V.
Stichwort: Helenenturm
Sparkasse Witten: DE04 4525 0035 0000 4300 82

Liebe Heimatfreunde, liebe Leser,

ein für uns alle ungewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie hat uns ausgebremst und alle Aktivitäten zum Stillstand gebracht. So mussten auch die beliebten Heimatnachmittage ausfallen; unser letztes Treffen war am 12. Februar 2020. Das Grünkohlessen am 22. Januar 2020 war unsere letzte größere Zusammenkunft, bei dem über 80 Mitglieder das winterliche Essen im Haus Specht genießen konnten.

Trotz der Krise wollen wir Ihnen eine Freude machen und werfen in unserem neuen „Einblick Nr. 12“ einen Blick zurück auf unser Dorf.  Diesmal haben wir uns als Thema dieses Heftes „Lebensmittelgeschäfte in Stockum“ ausgesucht, und erinnern an die Zeiten von „Tante-Emma-Läden“ und die vielen kleinen Geschäfte und Bäckereien, die es in unserem Dorf mal gab.

Wir laden Sie ein zu einem historischen „Einkaufsbummel in alten Zeiten“ mit Fotos und alten Anzeigen aus unserem Archiv.

Wir zeigen auf, wie das Geschäftsleben in Stockum um die Jahrhundertwende ausgesehen hat, an das sich ganz besonders die älteren Bürger bestimmt noch erinnern können.Wir haben geforscht und aufgeschrieben, geben aber keine Gewähr, dass alles komplett ist. Wer unsere Ausführungen ergänzen und dazu beitragen möchte, dass diese der Nachwelt erhalten bleiben, ist gerne bei uns im Heimatstübchen gesehen. Sie finden uns jeden Donnerstag (wenn es hoffentlich bald wieder möglich ist) von 15 bis 17 Uhr im Hause Kellerhoff an der Hörder Straße 367. Bis dahin haben wir uns vorgenommen, die Verteilung des Heftes selbst in die Hand zu nehmen.

Außerdem berichten wir über eine neue Straße in Stockum, die an einen alten Bauernhof erinnert. Wir denken mit dem Beitrag „Menschen unseres Dorfes“ an unser Vorstandsmitglied Wilhelm (Willi) Kellerhoff, der im Alter von 90 Jahren von uns gegangen ist, und an unseren stellvertretenden  Vorsitzenden Volker-Johanes Rieber, der uns im Alter von 80 Jahren verlassen hat. Besonders am Herzen liegt uns die Sanierung des Helenenturms, für den sich die Wittener Heimatvereine stark gemacht haben.

Freuen Sie sich auf eine interessante Lektüre über unsere Heimat.

Ihre Heimatfreunde Stockum/Düren

 

Verabschieden mussten wir uns leider von unserem 2. Vorsitzenden

          Volker-Johannes Rieber
       
* 4.9.1940 – † 24.10.2020

Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern unseres Vereins im Jahre 1987 und hat seit dieser Zeit entscheidend die Geschicke unseres Heimatvereins mitgeprägt. Durch seine Fröhlichkeit und seinen Optimismus war er überall beliebt.

Seit 2005 füllte er die Position des stellvertretenden Vorsitzenden mit viel Freude und Engagement aus.

Wir trauern mit seiner Familie und werden uns immer gern an Volker-Johannes erinnern und sein Andenken in Ehren halten.