In Stockum gibt es eine neue Straße, die sich um eine alte Geschichte dreht. Sie heißt Schraerweg und erinnert an eine ehemalige Hofstelle an der Himmelohstraße. Diese kleine Seitenstraße verläuft direkt neben dem Bauernhof vorbei und führt in ein kleines Neubaugebiet. Der Ortsteil wächst weiter und eine neue Siedlung entsteht.

Der Vorschlag zu diesem Straßenamen kam von den Heimatfreunden Stockum/Düren. Sie stellten bei der Stadt einen Antrag und wiesen auf die landwirtschaftliche Vergangenheit des Bauerndorfes Stockum hin. In diesem Teil Stockums wurden bereits einige Straßen nach den Flurbezeichnungen ehemaliger Höfe benannt. So wird die Geschichte Stockums lebendig gehalten.

Martha und Alfred Schraer waren die letzten Landwirte auf dieser Hofstelle und sind vielen alten Stockumern ein Begriff. Der Hof wird bereits in der Türkensteuerliste des Jahres 1542 mit dem Namen „die Weser“ erstmals erwähnt. Bei den Landesaufnahamen des Oberamtes Bochum 1677/78, wenige Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), trägt der Hof den Namen „Spiekermann“. Das sollte jahrhundertelang so bleiben. Von den letzten kinderlos gebliebenen Eheleuten Heinrich und Amalie Spiekermann übernahm 1919 der Neffe Emil Schroer den Hof; dessen Tochter Martha heiratete Alfred Schraer.


Das Hofgebäude an der Himmelohstraße war ursprünglich ein Fachwerkhaus und wurde erst 1930 in Ziegelbauweise umgestaltet.

Wolfgang Lippert

 

Drei antike Haushaltsgeräte, zur Verfügung gestellt von Landwirt Heinrich-Wilhelm Düren, schmücken zurzeit das Schaufenster der Heimatfreunde Stockum/Düren an der Hörder Straße 367. Diese antiken Schmuckstücke waren früher in einem Bauernhaushalt ständig im Einsatz.

Eine mittelalterliche Holzmolle. Diese aus einem Stück gefertigte Schale wurde früher zum Teigkneten und zur Herstellung von Wurst verwendet.

Mit der Wurstfüllmaschine und den verschieden großen Füllrohren wurde die  Wurstfüllung in den Saitling oder Darm gepresst. Eine Kurbel überträgt dabei die Kraft auf die Presse.

Mit dem antiken Butterfass wurde durch Drehen der Handkurbel sicherlich schon viel Rahm zu Butter verarbeitet.

Foto: Karoline Robbert


Predrag Filko (links), Koch und Inhaber des Hotels und Restaurants Specht, bewirtete rund 80 Gäste beim Grünkohlessen der Heimatfreunde Stockum/Düren am 22. Januar 2020. Unterstützt wurde er dabei von seiner gesamten Familie. Es war wieder mal ein gelungener Abend, und das winterliche Essen hat allen sehr gut geschmeckt. Gefragt war auch der neu erschienene "Einblick Nr. 11" und auch einige restlichen Kalender für dieses Jahr fanden noch Abnehmer. Zum Abschluss des Abends wurden Filme vom Schaupflügen, von der Aktion "Rettet den Helenenturm" und der Exkursion nach Ratingen mit Besichtigung der ehemaligen Baumwollspinnerei Cromford gezeigt.

Text und Foto Karoline Robbert

Liebe Heimatfreunde, liebe Leser,

wir blicken wieder mal zurück in unser Dorf und haben uns diesmal als Hauptthema dieses Heftes das „Schulwesen von Stockum und Düren“ ausgesucht. Der frühere Lehrer und Heimatforscher Walter Giersch hat seine Erinnerungen niedergeschrieben. Er unterrichte von 1946 bis 1985 an der Harkortschule und hat in dieser Zeit viel erlebt und zum Glück auch ein Tagebuch geführt. Viele Stockumer werden sich gerne an den beliebten Pädagogen erinnern. Er hat uns eine umfangreiche Abhandlung über die Stockumer Schulgeschichte hinterlassen. Diese haben wir uns vorgenommen und überarbeitet. Sicherlich erinnern sich einige Stockumer noch an ihre eigene Schulzeit und können Geschichten und Anekdoten erzählen. Wer unsere Ausführungen ergänzen und dazu beitragen möchte, diese der Nachwelt zu erhalten, ist gerne bei uns im Heimatstübchen willkommen. Auch über alte Fotos, gerne auch Bilder von Schulklassen, würden wir uns freuen. Sie finden uns jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr im Heimatstübchen, Hörder Straße 367. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Außerdem erinnern wir in diesem Heft an das 120-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr - Löscheinheit Stockum, berichten über das neue Seniorenheim, das in diesem Jahr Richtfest feiern konnte, und stellen unseren Kalender für das nächste Jahr – mit Luftaufnahmen von Stockum und Düren – vor.

Wir werfen einen Blick zurück auf unsere Ausflüge, an denen auch Nichtmitglieder teilnehmen können, sofern noch freie Plätze vorhanden sind.

Ihre besondere Aufmerksamkeit möchten wir auf die Aktion am Helenenturm richten, die trotz des schlechten Wetters von Erfolg gekrönt war.

Freuen Sie sich auf eine interessante Lektüre über unsere Heimat Stockum und Düren.

Ihre Heimatfreunde aus Stockum und Düren

Das Heft gibt es im Heimatstübchen, Hörder Straße 367, Öffnungszeiten: donnerstags von 15 bis 17 Uhr. Für Mitglieder der Heimatfreunde Stockum/Düren ist der Heftpreis mit dem Jahresbeitrag bezahlt. Für Nichtmitglieder wird eine Schutzgebühr von 3 € erhoben.