Anna Düren, auf dem Traktor sitzend, erhielt als Dank für die Unterstützung des Pflugtages Beifall und ein Präsent von den „H.L.A.N.Z.-Freunden Ruhrgebiet. Gemeinsam mit den Heimatfreunden Stockum/Düren wurde bereits zum siebten Mal an die landwirtschaftliche Vergangenheit des Dorfes erinnert.

Es kamen rund ein Dutzend historische Pflüge auf dem Vöckenberg zum Einsatz. Mit lautem Geknatter rollten am Sonntag, 28. August 2022, rund 40 Traktoren in unseren ländlichen Stadtteil, um zu demonstrieren, wie zu Zeiten unserer Großeltern gepflügt wurde. Ein Highlight für Groß und Klein war es, Runden auf dem Acker zu drehen. Ein Trecker mit Anhänger kutschierte die Gäste über das Gelände.

Ein Spektakel für Groß und Klein


Auch die Kinder hatten ihren Spaß. Durften sie sich doch an der Orgel von Bernhard Benjamin ausprobieren, und sie staunten über die zahlreichen Traktoren mit den großen Rädern. Lara Schwalm testete einen Handpflug, der zur Zeit ihrer Großeltern noch im Einsatz war. Alles in allem wieder eine gelungene Veranstaltung mit vielen Besuchern, die das Kuchenbüffet und die Würstchen genossen. Unser Dank gilt den H.L.A.N.Z.-Freunden Ruhrgebiet und den vielen freiwilligen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Text und Fotos: Karoline Robbert


Der Wittener Schiffsmodellbauclub (WSC), der seinen Heimathafen am Hammerteich hat, präsentiert eine Auswahl seiner Modelle im Schaufenster der Heimatfreunde Stockum/Düren an der Hörder Straße 340. 36 Mitglieder des WSC, der 1960 gegründet wurde, begeistern sich für dieses außergewöhnliche Hobby und besitzen meist mehrere Modellboote: Binnen- und Frachtschiffe, Fisch- und Krabbenkutter, Schlepper, Jachten, Motor-, Ruder-, Schnell- oder Segelboote bis hin zu dem großen Raddampfer ist alles dabei. Der Seitenraddampfer „Jupiter“ war im Original im oberen Ohio und in Kentucky unterwegs. Dieses Modell wird mit einer Dampfmaschine angetrieben. Das Maß zwischen Miniaturausgabe und Original variiert stark. Einige werden mithilfe von Baukästen gebaut, anderen liegt ein genauer Bauplan des Originals zugrunde

Die Heimatfreunde bedanken sich bei den flottenbegeisterten Mitgliedern des Wittener Schiffsmodellbauclubs, die mit ihren Modellen diese Ausstellung möglich machen.

Foto: Barbara Zabka, Text: Karoline Robbert


Einen bunten Bilderbogen über „Das Leben in unserem Dorf“ zeigt der Kalender für das Jahr 2023 der Heimatfreunde Stockum/Düren. Die Fotografin Barbara Zabka war unterwegs und präsentiert einen Querschnitt über Aktivitäten und Aktionen in unserem Ort. Die meisten Bewegungen gibt es natürlich beim TuS Stockum, doch neben dem Sportlichen stehen dort auch gesellschaftliche Veranstaltungen, wie ein Sommerfest und kulinarische Genüsse auf dem Programm. Für kulturelle Unterhaltung sorgt der Stockumer Theaterverein, aber auch an das Soziale und die Senioren wird gedacht. Hoch zu Ross kann man nicht nur im Tiefendorf unterwegs sein und für Aufsehen sorgte eine Feuerwehrübung an der Tankstelle. Eine neu eröffnete Tanzschule bietet Kurse für Menschen von drei bis 103 Jahren an. Also Stockum lebt, denn hier ist ganz schön viel los. Vielleicht erkennt sich der Eine oder die Andere auf den Bildern wieder und freut sich über einen bebilderten Rückblick über das Jahr 2022. Der Kalender ist erhältlich im neuen Treffpunkt (Heimatstübchen), Hörder Straße 340, jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr und kostet 18 €. Vorbestellungen und Reservierungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, auf Wunsch bringen wir den Kalender persönlich bis an die Haustür.                                                                                                              Karoline Robbert


Vorstellung des neuen Kalenders für das Jahr 2023 beim Heimatnachmittag: Die Fotografin Barba Zabka rückt die Menschen in den Mittelpunkt und hat viele Augenblick für immer festgehalten. So entstand ein Stockumer Rückblick auf das Jahr 2022. Foto: Barbara Zabka

Verabschieden mussten wir uns leider von unserem langjährigen Vorstandsmitglied Gustav Bergmann:

„Das war’s…“ würde er sagen.

       Gustav Bergmann

        * 19.02.1937 – † 21.03.2022

 

Geboren und aufgewachsen ist „unser Gustav“ auf dem elterlichen Hof an der Gerdesstraße, also ein Ur-Stockumer.

Durch die Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg kam er in den Raum Bad Hersfeld. Die Verbindung zu der Gastfamilie bestand bis jetzt. Seine berufliche Ausbildung führte ihn in einen Lehrbetrieb in den Raum Minden-Lübbecke. Auch dieser Kontakt zu seiner Lehrfamilie ist nie abgebrochen.

1964 übernahm Gustav den Hof von seinem Vater unter schwierigen Bedingungen. Doch er setzte sich durch und führte den Hof erfolgreich mit seiner Ehefrau Erika fort. Seine Familie mit den vier Kindern war ihm sehr wichtig und seine Hilfsbereitschaft zeichnete ihn aus. Die Strukturen in der Landwirtschaft änderten sich rasch und Gustav passte den Betrieb immer wieder neu an. Die starke Viehhaltung verursachte viel Arbeit, die von seiner Familie selbst erledigt wurde. Jahrelang kannte man nur Arbeit.

Das einzige Hobby, was Gustav sich seinerzeit leistete, war am Sonntagmittag der Sportplatz in Stockum. Hier war sein jüngerer Bruder Friedrich Wilhelm im Tor des TuS Stockum. Bis zum Schluss hielt seine Fußballbegeisterung an, wenn die Sportschau lief, störte man ihn besser nicht. Die Jagd als Hobby kam später dazu, Gustav war ein erfolgreicher Jäger und ein guter Schütze.

Bei etlichen Dorf- und Straßenfesten in Stockum (genannt sei hier nur die 1111-Jahr Feier) stellte die Familie Bergmann den Heimatfreunden ihren Hof mit Scheune zur Verfügung. Bilder für Ausstellungen, landwirtschaftliche Geräte und Sitzgelegenheiten wurden auf den Hof gebracht und von den Gästen bei Kaffee und Kuchen bestaunt. Wenn es etwas zu helfen gab, war Gustav zur Stelle, wie beim Dreschtag und bei der Pflugschau. Er half beim Auf- und Abbauen sowie beim anschließenden Aufräumen und Saubermachen.

Nach Gründung der Heimatfreunde Stockum/Düren hat uns Gustav mit seinem Wissen unterstützt und zeigte damit auch seine Verbundenheit mit der Geschichte Stockums. Als Beisitzer nahm er an unzähligen Vorstandssitzungen teil, um mit Rat und Tat zu Seite zu stehen. Seine Kenntnisse über unser Dorf mit seinen Höfen, Handwerkern, Familien, Gebäuden, Straßen usw. war für uns von großem Wert. Bei der Aufstellung eines neuen Sachbuches war er ein guter Ratgeber, der die geschichtliche Entwicklung kannte und jede Veränderung mitbekam.

Doch nie wollte er in der ersten Reihe stehen, seine Bescheidenheit zeichnete ihn aus. Er liebte die Ordnung und akkurates Arbeiten und legte besonderen Wert auf den Zusammenhalt seiner Familie und des Freundeskreises. Leider spielte seine Gesundheit in den letzten Jahren nicht mehr mit. So mussten wir im März dieses Jahres Abschied nehmen von „unserem Gustav“. Die Heimatfreunde Stockum/Düren werden die Erinnerung an ihn wachhalten.

Heinrich-Wilhelm Düren